Ende Februar wurde es an der Grazer BAfEP besonders lebendig: Die Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse der Bundesanstalt für Elementarpädagogik beschäftigten sich drei Tage lang intensiv mit den globalen Herausforderungen der Klimakrise. Möglich machte das das interaktive, app-unterstützte Weltklimaspiel, das wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Dynamiken greifbar macht.
Das wissenschaftlich basierte Planspiel verbindet ein Brettspiel mit einer digitalen Klima- und Wirtschaftssimulation. Fünf „Länder“ gestalten dabei ihre Zukunft über mehrere Jahrzehnte hinweg. In bis zu zehn Runden – im Spiel ein Zeitraum von rund hundert Jahren – treffen die Teilnehmenden Entscheidungen, reagieren auf Krisen und entwickeln langfristige Strategien. Ziel ist es, eine Welt zu gestalten, die ökologisch tragfähig, wirtschaftlich stabil und sozial gerecht ist.
Die Jugendlichen übernehmen dabei unterschiedliche Rollen im globalen Gefüge: Sie führen Regierungen, vertreten internationale Unternehmen oder engagieren sich als zivilgesellschaftliche Akteurinnen und Akteure. Jede Entscheidung wirkt sich unmittelbar auf Klima, Wirtschaft und Gesellschaft aus – und ihre Folgen werden sofort sichtbar.
Eine Schülerin beschreibt ihre Erfahrung so:
„Man bekommt bei diesem Spiel ganz neue Sichtweisen und einen Blick fürs große Ganze.“
Eine andere ergänzt:
„Man hat direkt gesehen, welche Auswirkungen Entscheidungen eines globalen Konzerns auf die Weltgemeinschaft haben können.“
Begleitet und moderiert wurde das Weltklimaspiel von beteiligung.st. Entwickelt wurde es von der Weitblick GmbH, die auch die Durchführung an der Schule finanzierte.
Planspiele zählen zu den besonders wirkungsvollen Lernformaten: Sie erklären komplexe Zusammenhänge nicht nur, sondern machen sie erlebbar. Durch Diskussionen, strategisches Denken und gemeinsames Handeln entsteht ein vertieftes Verständnis für politische Entscheidungsprozesse und globale Zusammenhänge.
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