Mitmischen in Eisenerz erfolgreich implementiert
Demokratiebildung in Schule und Gemeinde implementiert
Wie funktioniert eine Gemeinde? Wer ist wofür zuständig? Und wo können Jugendliche selbst mitreden? Beim Projekt "Mitmischen auf Gemeindeebene" diskutieren Jugendliche mit Vertreter*innen der Kommunalpolitik, besichtigen das Gemeindeamt und dessen Räumlichkeiten und erhalten so einen guten Einblick in den Arbeitsalltag des Gemeinderats. Zusätzlich wird in drei Arbeitsgruppen inhaltlich zu Themen rund um die Gemeindepolitik gearbeitet.
Das Projekt, das bereits zum dritten Mal in Kooperation mit der Gemeinde Eisenerz und beteiligung.st durchgeführt wurde, verfolgt das Ziel, junge Menschen für demokratische Prozesse zu sensibilisieren und ihre aktive Teilhabe am Gemeindeleben zu stärken. Zur Werkstatt kamen Schülerinnen und Schüler aus dem BORG, der HAK und der Mittelschule in Eisenerz. In der Früh wurde die Gruppe vom Bürgermeister Thomas Rauninger im Gemeinderatssitzungssaal begrüßt. In einem abwechslungsreichen Stationenbetrieb beschäftigten sich die Teilnehmenden mit zentralen Themen wie Demokratie, der Entstehung von Gesetzen und Verordnungen sowie der politischen Struktur auf Gemeindeebene. Ein Höhepunkt war der Rundgang durch das Rathaus und Blick in die verschiedenen Büros, bei dem die Jugendlichen mit dem Bürgermeister, dem Stadtamtsdirektor sowie Alexandra Maurer vom Bürger*innenservice ins Gespräch kamen. Dabei erhielten sie umfassende Informationen über die Zuständigkeiten und Arbeitsbereiche der Gemeindeverwaltung.
Im Anschluss formulierten die Jugendlichen Anliegen und Ideen, die ihnen besonders wichtig sind, und diskutierten diese in einem moderierten Austausch mit den zwei Stadträten Harry Gölz und Christoph Götzenbrugger-Hambammer. Dabei zeigte sich, dass die Jugendlichen an der Weiterentwicklung der Stadtgemeinde sehr interessiert sind. So tauschten sich die Jugendlichen mit den Politikern intensiv zu Freizeitangeboten und Lokalen in Eisenerz, einer möglichen Beleuchtung im Generationenpark sowie Veranstaltungen wie Public Viewing aus. So bekamen die Jugendlichen Antworten zu ihren Fragen aus erster Hand – und die Stadträte Anregungen und Ideen zur weiteren Gestaltung von Eisenerz.
Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie politische Bildung auf lokaler Ebene gelingen und vorallem strukturell verankert werden kann – durch Beteiligung, Dialog und gelebte Demokratie.