SIE SIND HIER

SDGs im Öffentlichen Raum: Ein FairStyria Projekt in Bruck an der Mur

Zum Start des FairStyria-Projekts

Im Wintersemester 2025 setzten sich die Kinder und Jugendlichen mit den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (kurz SDGs) auseinander. beteiligung.st begleitete den partizipativen Prozess und unterstützte alle Beteiligten bei der Umsetzung ihrer Projektidee. Harald Fladischer war vonseiten der Gemeinde Ansprechpartner für das Projekt.

Ein wesentlicher Schwerpunkt der Auftaktphase lag auf der Einführung in die Sustainable Development Goals (SDGs), die Ziele für nachhaltige Entwicklung wurden vorgestellt und in ihren Grundzügen erklärt. Dabei wurde aufgezeigt, welche gesellschaftlichen, ökologischen und wirtschaftlichen Fragestellungen mit den SDGs verbunden sind und wie diese im Rahmen des Projekts thematisiert werden können. Stark miteinbezogen waren Harald Fladischer, Mitarbeiter des Referats Kultur & Jugend der Stadtgemeinde Bruck an der Mur und die Klassenvorständin der 1. Klasse der AHS Bruck an der Mur, Birgit Remele.

Schüler*innen der AHS Bruck an der Mur und Jugendliche des Kinderparlaments wurden eingeladen, sich im Rahmen der Landesinitiative FairStyria Gedanken darüber zu machen, wie Menschen in Bruck umsichtig, fair und nachhaltig handeln können. Was braucht es in Zukunft für ein gutes Miteinander? Welchen Beitrag können Menschen, die in Bruck zur Schule gehen, die hier wohnen, arbeiten, einkaufen oder ihre Freizeit verbringen, für eine nachhaltige Lebensweise leisten? Die SDGs dienten als wichtige Grundlage für Projektüberlegungen und gemeinsame Entscheidungen und Handlungen vor Ort.

Sichtbarkeit von SDGs im Öffentlichen Raum

Im Anschluss an eine offene Themensammlung wurde unter Bezugnahme auf die zentrale Ausgangsfrage des Projekts, ein umsichtiges, faires und nachhaltiges Miteinander und Handeln, gemeinsam reflektiert, welche der eingebrachten Themen sich besonders gut für die Umsetzung eines Jugendbeteiligungsprojekts im Rahmen von FairStyria eignen. Dabei wurden Kriterien wie Umsetzbarkeit, Wirkung, Beteiligungsmöglichkeiten für Jugendliche sowie der lokale Bezug berücksichtigt. In einem gemeinsamen Austausch wurden die Themen weiter eingegrenzt, diskutiert und auf ihre Projektfähigkeit hin überprüft. Dieser Prozess ermöglichte es den Jugendlichen, ihre Perspektiven einzubringen, Verantwortung zu übernehmen und erste Ideen für ein gemeinsames Projekt zu entwickeln.

Die ursprünglichen Themen wurden weiterentwickelt und konkretisiert. Ziel war es, die Sustainable Development Goals (SDGs) aus der Perspektive der Jugendlichen sichtbar zu machen und die von ihnen angesprochenen Anliegen so aufzubereiten, dass sie einer breiten Öffentlichkeit zugänglich wird.
Dabei wurde überlegt, wie die selbstgestalteten Botschaften wirken können, welche positiven Effekte erzielt werden und wie sie zum Nachdenken und zur Auseinandersetzung mit den Themen anregen. Die Idee der Verbreitung der SDGs im öffentlichen Raum wurde weiterverfolgt und kann jederzeit ausgebaut werden.

Ziele des FairStyria Projekts

Das Projekt verfolgte mehrere Ziele auf unterschiedlichen Ebenen. Für Kinder und Jugendliche stand die inhaltliche Auseinandersetzung mit globalen Themen im Mittelpunkt, insbesondere im Zusammenhang mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung. Aufbauend auf diesem Wissen wurden lokale Problemstellungen erforscht, gesammelt und aus der Perspektive der Jugendlichen analysiert. Ein weiterer wichtiger Bestandteil war der Austausch mit Entscheidungsträger*innen, die den Jugendlichen Einblicke in Entscheidungsprozesse ermöglichen und den Dialog zwischen jungen Menschen und Verantwortlichen förderte. Durch das Projekt konnte die aktive Beteiligung von Jugendlichen gestärkt und ihre Mitwirkung an gesellschaftlichen Gestaltungsprozessen ermöglicht werden.

Für die Stadtgemeinde bot das FairStyria-Projekt die Möglichkeit, die Perspektiven, Anliegen und Meinungen der Jugendlichen kennenzulernen. Die eingebrachten Sichtweisen lieferten wertvolle Impulse für kreative Ideen. Der Austausch förderte ein gemeinsames Verständnis für ein umsichtiges, faires und nachhaltiges Handeln auf lokaler Ebene.

Kooperation als wichtiges Merkmal des Beteiligungsprozesses

Bezeichnend für das FairStyria Projekt ist vor allem die aktive Beteiligung der Jugendlichen in den unterschiedlichen Phasen des Projektes: Von der Themensammlung und -findung, über die Diskussions- und Entscheidungsphase bis hin zur Umsetzung und "ins gemeinsame Tun kommen". Darüber hinaus sind die enge Zusammenarbeit und der Austausch mit den Verantwortlichen aus Stadtverwaltung und Schule wesentliche Qualitätsmerkmale für den erfolgreichen Prozessverlauf.

Weitere Informationen unter folgenden Link: https://www.fairstyria.steiermark.at/