STRUKTURIERTER DIALOG RELOADED

STRUKTURIERTER DIALOG RELOADED

Wie können nicht-organisierte und benachteiligte Jugendliche beim „Strukturierten Dialog“ mitreden? Mit dieser Frage beschäftigen sich ExpertInnen der Offenen Jugendarbeit & Jugendbeteiligung seit dem Herbst 2017 und wollen das EU-Beteiligungsinstrument gemeinsam neu denken.

Am 29.11.2017 lud bOJA – das Bundesweite Netzwerk Offene Jugendarbeit zur Kick-Off Veranstaltung „Strukturierter Dialog Reloaded“ in die Räumlichkeiten des Instituts für Freizeitpädagogik in Wien ein. ExpertInnen der Offenen Jugendarbeit aus Salzburg, Vorarlberg, Steiermark, Kärnten und Oberösterreich sind der Einladung gefolgt. Der Prozess wird fachlich von beteiligung.st begleitet.

 

Ausgangspunkt

Der „Strukturierte Dialog“ ist ein in der europäischen Jugendstrategie verankertes Beteiligungsinstrument, durch welches Jugendliche zur Jugendpolitik auf EU-Ebene befragt werden. In der Vergangenheit war es mitunter schwierig, Jugendliche für den Strukturierten Dialog zu gewinnen. Vielmehr zählten junge Menschen, die u.a. durch Verbände schon aktiv involviert sind, zu den Beteiligten. Die Stimmen von nicht-organisierten und benachteiligten Jugendlichen, die einen großen Teil der Zielgruppe Offener Jugendarbeit ausmachen, wurden beim Strukturierten Dialog bislang überhört. Ein Grund dafür könnten die zum Einsatz kommenden hochschwelligen Methoden und Settings sein.

 

Ziel des Projektes

Die ProjektinitiatorInnen beabsichtigen mithilfe von ExpertInnen aus der Offenen Jugendarbeit & Jugendbeteiligung niederschwellige Methoden zu identifizieren und die dazugehörigen Rahmenbedingungen zu definieren, um jungen Menschen aus der Offenen Jugendarbeit eine Partizipation am Strukturierten Dialog und damit auch an der europäischen Jugendpolitik zu ermöglichen.

In den beteiligten Einrichtungen sollen die neuen Beteiligungsformate erprobt und auf ihre Praktikabilität hin überprüft werden. Die niederschwelligen Umsetzungsmöglichkeiten sollen dann in Form eines Leitfadens beschrieben werden, welcher der Offenen Jugendarbeit zur Verfügung gestellt wird. Zudem soll der Strukturierte Dialog in Österreich zukünftig vermehrt zum Einsatz kommen.

 

Dieses Projekt wird mit Unterstützung der Europäischen Kommission (Erasmus+) finanziert.