Should I Stay? 10 Gründe für die Obersteiermark

10 GRÜNDE FÜR DIE OBERSTEIERMARK

Freunde, Familie, Natur, Ruhe, Sicherheit, Karriere und gutes Geld – das alles bietet die östliche Obersteiermark und im Speziellen der Bezirk Bruck-Mürzzuschlag. Und trotzdem kehren viele junge Menschen der Region den Rücken. SHOULD I STAY? fragten sich Schülerinnen und Schüler der HAK Mürzzuschlag und setzten sich ein Semester lang intensiv mit den Vorzügen ihrer Heimatregion auseinander.

Should I Stay? – Ein Projekt von Jugendlichen für Jugendliche

Insgesamt "10 gute Gründe" wurden im Rahmen der 2014 durchgeführten Studie "Jugendabwanderung im ländlichen Raum" für die östliche Obersteiermark erfasst und in einem Argumentarium für Jugendliche verschriftlicht. Darauf aufbauend arbeitete im Herbst 2016 bis Frühjahr 2017 das Regionalmanagement Obersteiermark Ost mit SchülerInnen der HAK Mürzzuschlag daran, diese 10 Argumente für die Region wortwörtlich "zum Leben zu erwecken". Die Projektergebnisse wurden anschließend im Rahmen der von den SchülerInnen organisierten und moderierten Abschlussveranstaltung am 9.3.2017 präsentiert. Zielgruppe dafür waren insbesondere Jugendliche, aber auch Stakeholder aus Politik, Verwaltung, Schule, Jugendarbeit und Wirtschaft folgten der Einladung.

"Uns sind fulminante Outputs gelungen. Wir gestalteten zehn kreative Postkarten, produzierten zehn Videoclips und studierten ein Theaterstück ein. Unser Ziel war es, gemeinsam mit Jugendlichen Gründe fürs Bleiben zu finden und sie durch aktives Mitarbeiten zu motivieren, sich mit ihrer eigenen Heimat auseinanderzusetzen", sagt Jugendmanagerin Valerie Böckel vom Regionalmanagement, die das Projekt leitete. Die Ideen für die Postkarten, Videoclips und das Theater stammten von den Schülern und Schülerinnen selbst. Bei der Umsetzung wurden sie von Profis unterstützt: Kameramann Tom Jambor (twinMedia), Theaterpädagogin Sabine Aigner (Theater/Baum/Schere) sowie Texterin Magdalena Wagner und Grafikerin Claudia Alkin (Do it!). Die Gesamtkoordination des Projektes hatten BeteiligungsexpertIn Nadja Maier und Jakob Kramer von beteiligung.st, der Fachstelle für Kinder-, Jugend und BürgerInnenbeteiligung über.

Role Models sprechen über Leben und Arbeit

"Wenn es um die Lebenswelt von Jugendlichen geht, ist natürlich das Thema Arbeit immer sehr zentral. Daher führten wir im Rahmen der Abschlussveranstaltung auch einen so genannten Role-Model-Talk durch, eine Diskussion mit interessanten, von den Jugendlichen selbst ausgewählten Personen der Region", so Nadja Maier von beteiligung.st. Vor 230 Jugendlichen und Vertretern aus Wirtschaft und Politik erzählten im Stadtsaal Mürzzuschlag Reinhard Welser (Geschäftsführer Vertrieb der Stadtwerke Mürzzuschlag), Hubert Stieninger (Geschäftsleiter der Raiffeisenbank Mürztal), Ulrike Taschke (Abteilungsleiterin Recht und Sicherheit der Stadtgemeinde Kapfenberg) und Walter Rinnhofer (Obmann des ESV Sparkasse Mürzzuschlag) von ihren Berufs- und Lebenswelten, gaben nützliche Tipps und plauderten ganz privat über ihre Gründe, in der Region zu leben.

Jugendmanagerin Valerie Böckel appellierte abschließend an das junge Publikum: "Die Obersteiermark ist ein hervorragender Platz zum Leben und Arbeiten – auch für junge Menschen. Bitte gebt der Region eine Chance!" Regionalmanager Jochen Werderitsch ergänzt: "Auch bei uns kann man beruflich Karriere machen, im Grünen leben und dennoch international tätig sein."

Das Projekt wird über das EU-Förderprogramm LEADER gefördert und über das Regionalressort des Landes Steiermark abgewickelt. Darüber hinaus unterstützen die Fachabteilung Bildung und Gesellschaft des Landes Steiermark sowie politische Vertreter aus Bruck-Mürzzuschlag das Projekt.

Die Ergebnisse sind auf der Homepage des Regionalmanagements abrufbar.

(Text: V. Böckel, Regionalmanagement Obersteiermark Ost & N. Maier, beteiligung.st)