„Lebensqualität für Jugendliche: Bleiben oder gehen?“

„Lebensqualität für Jugendliche: Bleiben oder gehen?“

Die Region Südweststeiermark beteiligte sich am EU-Projekt "YURA - Jugendstrategien für Regionen mit Abwanderung".

„YURA - Jugendstrategien für Regionen mit Abwanderung"

Im März 2010 startete das EU-Projekt „YURA- Jugendstrategien für Regionen mit Abwanderung“ mit der Absicht, sich intensiv dem Thema „Abwanderung von höher gebildeten Jugendlichen aus ländlichen Regionen“ zu widmen. Insgesamt beteiligten sich an dem Projekt zehn internationale Partnerorganisationen, aus der Steiermark waren die INNOVATION REGION STYRIA und das EU-Regionalmanagement Südweststeiermark vertreten. Die ProjektpartnerInnen setzten sich das gemeinsame Ziel, den nachteiligen Auswirkungen, die sich aus der Überalterung der Bevölkerung in verschiedenen Regionen Europas ergeben, durch gemeinsame Konzepte und Aktivitäten zu begegnen. Unter Leitung des Magdeburger Ministeriums für Landesentwicklung und Verkehr beschäftigte sich das Projekt YURA in der Steiermark besonders mit dem zu erwartenden Mangel an qualifizierten MitarbeiterInnen in den Regionen Südwest- und Oststeiermark.

Im Zuge der Projektumsetzung führte beteiligung.st in Zusammenarbeit mit dem Steirischen Dachverband der Offenen Jugendarbeit die Pilotaktion „Zukunftslabor Südweststeiermark“ durch und zeichnete für drei separaten Fragebogenerhebungen in 56 Gemeinden mit ca. 700 Jugendlichen zwischen 14 und 19 Jahren verantwortlich und erarbeitete mit 76 Jugendlichen in Workshops (mit SchülerInnen und Lehrlingen) ihre Vorstellungen für eine optimale Region.

Kurz zusammenfassend ergab die umfassende Untersuchung, dass für die befragten Jugendliche die wichtigsten Motive ihre Heimatregion zu verlassen u.a. an den fehlenden Arbeitsmöglichkeiten liegen und weiters an den mangelnden Freizeitmöglichkeiten und der mauen Infrastruktur. Die wichtigsten Gründe, welche für einen Verbleib in der Region sprechen, sind persönliche Beziehungen zu FreundInnen und Familie, die Natur und Landschaft sowie das Engagement und die Beteiligung in Vereinen und bei Projekten in der Region.

Die Gesamtergebnisse konnten in weiterer Folge direkt in die zukünftige Leitbildentwicklung der Region Südweststeiermark Eingang finden und als Grundlage für konkrete Maßnahmen zur Verhinderung der Abwanderung von höher qualifizierten jungen Menschen aus der Region dienen. Das EU-Projekt YURA wurde im Februar 2013 abgeschlossen.