die fachstelle für kinder-, jugend- und bürgerInnenbeteiligung

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Beteiligung in der Kinder- und Jugendhilfe

 

Das Anton Afritsch Kinderdorf Steinberg - Gesellschaft Österreichischer Kinderdörfer setzte sich zum Ziel, verlässliche Beteiligungsstrukturen gemeinsam mit Kindern, Jugendlichen, BetreuerInnen und Herkunftssystem zu entwickeln und zu etablieren. beteiligung.st begleitete das Team bei diesem Prozess.

Zentral war und ist hierbei die Haltung und Bedeutung von Beteiligung bei den Pädagoginnen und Pädagogen: In mehrere Modulen wurden theoretische Grundlagen vermittelt sowie Möglichkeiten und Strukturen von Beteiligung erarbeitet und erprobt, um diese, mit all ihren spezifischen Unterschiedlichkeiten (Alter und Entwicklungstand der Kinder und Jugendlichen) in die tägliche Arbeit, aber auch in das pädagogische Konzept einfließen zu lassen. Um die Qualitätssicherung- bzw. entwicklung gewährleisten zu können, wurden Zeiträume und die damit verbundenen Erfahrungen reflektiert. Weitere Informationen zum Nachlesen finden Sie hier.

 

Zugang zu Partizipation und gesellschaftspolitischer Bildung

 

Partizipation als Strategie verknüpft unterschiedliche Lebenswelten und gesellschaftliche Bereiche im Sinne der gemeinsamen Gestaltung des Zusammenlebens. Jede und jeder erhält im Idealfall Mitverantwortung für die gemeinsamen Angelegenheiten. Diese Mitverantwortung muss jedoch auch angeboten und der bzw. dem Einzelnen zugetraut werden.

Die politische Bildungsarbeit gründet darauf, die Menschen anzuregen, kritisch zu hinterfragen, selbstständig zu denken, sich eine eigene Meinung zu bilden und Selbstvertrauen für ein eigenständiges (politisches) Handeln zu entwickeln. Vor allem Kinder und Jugendliche sollen durch gesellschaftspolitische Bildung Kompetenzen und Motivationen wie Verantwortlichkeit, Kooperationsfähigkeit und Selbstbewusstsein erwerben, die ihre Rolle als aktive Bürgerinnen und Bürger stärken.

Kindern und Jugendlichen soll es ermöglicht werden, sich in jedem Lebensalter und in jeder Entwicklungsphase in verschiedenartigen Formen aktiv zu beteiligen. Zentral dabei ist, junge Menschen in die Gestaltung gesellschaftlicher Angelegenheiten einzubeziehen und ihnen die Erfahrung einer anerkannten Mitbürgerschaft zu vermitteln. Politische Prozesse in einen direkten Zusammenhang mit dem Lebenskontext von Jugendlichen zu stellen, ist für die politische Sozialisation von jungen Menschen von großer Bedeutung.

Ebenso der Aspekt der Selbstwirksamkeit ist von großer Bedeutung. Jugendliche erfahren durch eigenes Handeln, dass sie ihre Ziele erreichen können und lernen mit ihren eigenen Ressourcen umzugehen. Partizipation ist erlernbar und ein Qualifikationszuwachs: Zum einen wird innerhalb einer Gruppe eine faire und demokratische Gesprächskultur gefördert, die Basis einer jeden demokratischen Gesellschaft ist. Zum anderen können Ideensammlungen und Projektplanungen effektiv und innovativ gestaltet werden.